Pressemitteilung zu den Hassmails gegenüber Pfarrvikar Dr. Dr. Wolfgang Rothe

Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern verurteilt diese Angriffe und die Hetze gegen Homosexuelle

Symbolbild Presse

Hassmails und Bedrohungen gegen den Münchner Pfarrvikar Dr. Dr. Wolfgang Rothe: Das Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern verurteilt diese Angriffe und die Hetze gegen Homosexuelle.

Nachdem Pfarrvikar Dr. Dr. Wolfgang Rothe im März eine Strafanzeige gegen den polnischen Autor Prof. Dr. Dr. Dariusz Oko und den presserechtlich Verantwortlichen Prof. Dr. Johannes Stöhr eines hetzerischen und homofeindlichen Artikels in der Zeitschrift „Theologisches“ (Titel „Über die Notwendigkeit homosexuelle Cliquen in der Kirche zu begrenzen“, erschienen in den Ausgaben Januar/Februar und März/April 2021, worin homosexuelle Menschen unter anderem als „rücksichtslose Parasiten“, „Plage“ und „Krebsgeschwür, das sogar bereit ist, seinen Wirt zu töten“ bezeichnet worden waren) gestellt hatte, wurde am 05.07.2021 vom Amtsgericht Köln ein Strafbefehl gegen die Beschuldigten wegen Volksverhetzung, § 130 Strafgesetzbuch, erlassen. In Folge sahen und sehen sich der Münchener Priester Rothe und auch die deutsche Justiz einer Diffamierungskampagne einiger polnischer Medien und polnischer Politiker bis in Ministerkreise ausgesetzt. Zudem erhält der Priester täglich neue Drohungen und Beleidigungen, die ihn für sein Engagement gegen die menschenfeindliche Hetze des Zeitungsartikels angreifen.

Das Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde der Katholischen Kirche Bayern (KDM) lehnt die Angriffe auf den Pfarrvikar der Erzdiözese München und Freising und die deutsche Justiz entschieden ab und stellt sich gegen die Verunglimpfungen der Person Wolfgang Rothe.

Das KDM unterstützt ausdrücklich das Anliegen, homofeindlicher Hetze in Kirche und Gesellschaft entgegenzutreten. In der katholischen Kirche darf es im Kontext kontroverser Themen keinen Raum für Hate-Speech geben. Eine Wortwahl, die Hass und Hetze schürt und eine ganze Gruppe von Menschen pauschal verurteilt, darf kein Bestandteil einer theologischen oder kirchlichen Auseinandersetzung sein. Gerade in der katholischen Kirche muss es einen respektvollen Umgang miteinander geben, der der christlichen Botschaft der Nächstenliebe Rechnung trägt.

Die unabhängige Justiz unseres Landes hat die Aufgabe, öffentliche Aussagen zu prüfen, juristisch zu bewerten und bei Verstößen gegen unsere Rechtsordnung auch zu ahnden. Sie ist essentieller Bestandteil unserer Demokratie.

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